Direktvergleich · Stand 21.10.2026

Meteomatics vs. meteoblue

Zwei Schweizer Anbieter mit entgegengesetzten Modellansätzen: Meteomatics setzt auf hochauflösende Eigenmodelle mit API-Zugang, meteoblue auf Konsens aus über 30 Modellen und über 50 Quellen.

Alle Kennzahlen sind Anbieterangaben aus öffentlichen Dokumentationen und Case-Studies, nicht unabhängig verifiziert. Dieser Direktvergleich vergibt keine Gesamtnote und erklärt keinen Sieger.

Kurzprofile

Meteomatics: Eigenmodell-Ansatz

  • Schweizer Anbieter (St. Gallen, gegründet 2012) mit Weather API als zentralem Produkt
  • Eigenmodelle EURO1k und US1k: 1 km Gitterweite, 15-Minuten-Auflösung, Downscaling bis 90 m
  • Über 1.800 API-Parameter, historische Daten bis 1940
  • Monetär belegte Kundenprojekte (UK Power Networks, Heimdall Power)
  • Keine öffentlichen Preise, Trial verfügbar

meteoblue: Multi-Modell-Ansatz

  • Schweizer Multi-Modell-Anbieter
  • Konsens aus über 30 Modellen und über 50 Datenquellen, über 250.000 Stationen
  • API-Produkte mit über 100 Variablen
  • Credit-basiertes Preissystem öffentlich dokumentiert
  • Praxisbelege überwiegend als relative Größen, keine monetären ROI-Zahlen veröffentlicht

Direktvergleich

KriteriumMeteomaticsmeteoblue
ModellansatzEigenmodelle EURO1k/US1k mit eigenem Post-Processing, ergänzt um externe Modell- und DatenquellenKonsens aus über 30 Modellen und über 50 Datenquellen
Räumlich-zeitliche Auflösung1 km nativ, 15-Minuten-Takt, Downscaling bis 90 mAuflösung produkt- und modellabhängig;keine einzelmodellbezogene native Auflösung dokumentiert
Parameterumfangüber 1.800 API-Parameterüber 100 Variablen
Historientiefebis 1940Historische Reihen produktabhängig dokumentiert
BeobachtungsdatenStationen, Radar, Satellit, Blitzeüber 250.000 Stationen integriert
Belegte Praxis (Anbieterangaben)UK Power Networks 23 GWh und rund £2 Mio., EURO1k bis 20 % geringere Imbalance-Kosten, Heimdall Power 25 % mehr ÜbertragungskapazitätSolar-Log: bis 30 % geringere Prognosefehler bei Solar-Ertragsprognosen;keine monetären ROI-Zahlen veröffentlicht
PreiszugangNicht öffentlich, Trial verfügbarCredit-System öffentlich dokumentiert

Belegte Zahlen aus Case-Studies

Alle Zahlen in diesem Abschnitt stammen aus veröffentlichten Anbieter-Case-Studies und beziehen sich auf den jeweils beschriebenen Anwendungsfall. Sie sind nicht unabhängig verifiziert und lassen sich nicht auf andere Organisationen übertragen.
23 GWh / ~£2 Mio.
Meteomatics · UK Power Networks

Laut Case Study während eines 12-wöchigen Ausfalls vermiedene Curtailment-Menge und vermiedener Umsatzverlust. Anbieterangabe.

bis 20 %
Meteomatics · EURO1k

Geringere Imbalance-Kosten in Energieprognosen laut Anbieterangabe.

25 %
Meteomatics · Heimdall Power

Steigerung der Hochspannungs-Übertragungskapazität laut Anbieterangabe.

bis 30 %
meteoblue · Solar-Log

Geringere Prognosefehler bei Solar-Ertragsprognosen laut Anbieterangabe.

0 Euro-ROI-Zahlen
meteoblue · Öffentliche Cases

Keine veröffentlichten monetären Kundenbelege. Das ist keine Aussage über Qualität, aber ein Prüfpunkt, wenn die Ausschreibung einen Nutzenachweis in Euro verlangt.

Wann welcher Anbieter passt

Meteomatics passt, wenn

  • maximale räumlich-zeitliche Auflösung für Energie, Erneuerbare oder Offshore gefordert ist
  • monetär belegte Referenzprojekte die interne Begründung stützen sollen
  • eigene Teams Daten per API in eigene Modelle und Systeme integrieren

meteoblue passt, wenn

  • das Budget vorab über das dokumentierte Credit-System planbar sein soll
  • Multi-Modell-Robustheit statt Einzelmodell-Abhängigkeit gewünscht ist
  • Solar- und PV-Prognosen mit dokumentierter Fehlerreduktion im Fokus stehen

Quellen

Häufige Fragen

Eigenmodell oder Multi-Modell: was ist besser?

Es gibt kein allgemein besseres. Eigenmodelle liefern konsistent hohe Auflösung, hängen aber am Post-Processing eines einzelnen Anbieters. Multi-Modell-Konsens fängt Modellspannweiten ab, kann einzelne Extremereignisse aber glätten. Der Nachweis läuft über den Probebetrieb mit eigenen Verifikationsmetriken.

Wer veröffentlicht Preise?

meteoblue über ein dokumentiertes Credit-System, Meteomatics nicht. Vergleichbare Gesamtkosten lassen sich erst nach Angeboten beider Anbieter bewerten.

Warum fehlen bei meteoblue monetäre ROI-Zahlen?

meteoblue veröffentlicht relative Verbesserungen wie geringere Prognosefehler, aber keine Euro-Beträge aus Kundenprojekten. Für Beschaffungen mit Nutzenachweis heißt das: eigene Pilotkennzahlen fordern oder selbst erheben.

Gilt EURO1k mit 1 km überall?

EURO1k ist auf Europa und US1k auf die USA ausgerichtet. Außerhalb dieser Gebiete fallen Modellwahl und Auflösung anders aus. Für andere Regionen die Modellliste und Punktdaten im Trial prüfen.

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