Datenlatenz erklärt
Latenz bezeichnet die Zeitspanne zwischen einem Ereignis (z. B. Messung, Modelllauf) und dem Moment, in dem die Daten abrufbar sind.
Arten von Latenz
Beobachtung
Messung bis Bereitstellung am Endpoint.
Modell
Rechenende des Laufs bis Veröffentlichung der Daten.
Verteilung
Netzwerk-, Cache- und Abrufzeiten kommen hinzu.
End-to-End
Für den Prozess zählt die Gesamtstrecke, nicht die Teillatenz.
Warum sie entscheidet
Echtzeitprozesse
Alarmierung und Steuerung brauchen kurze Gesamtlaufzeiten.
Warenwirtschaft
Handelsprozesse und Prognosen sind auf Datenaktualität sensibel.
SLA-Zusammenhang
Verfügbarkeit und Latenz sind getrennte Vertragsgrößen.
Messbarkeit
Latenz lässt sich selbst messen – ein guter Prüfpunkt beim Anbieter.
Wirtschaftlicher Kontext
Latenz wird genau dann zum wirtschaftlichen Faktor, wenn Entscheidungen automatisch oder im Minutenbereich getroffen werden.
Kennzahl für End-to-End-Datenverfügbarkeit.
Automatisierte Prozesse sind latenzempfindlicher als manuelle.
Langsame Daten erzwingen Puffer und Reserven im Betrieb.
Methodischer Bezug: ECMWF Economic Value.