Wissen · Stand 06.10.2026

Datenlatenz erklärt

Latenz bezeichnet die Zeitspanne zwischen einem Ereignis (z. B. Messung, Modelllauf) und dem Moment, in dem die Daten abrufbar sind.

Arten von Latenz

Beobachtung

Messung bis Bereitstellung am Endpoint.

Modell

Rechenende des Laufs bis Veröffentlichung der Daten.

Verteilung

Netzwerk-, Cache- und Abrufzeiten kommen hinzu.

End-to-End

Für den Prozess zählt die Gesamtstrecke, nicht die Teillatenz.

Warum sie entscheidet

Echtzeitprozesse

Alarmierung und Steuerung brauchen kurze Gesamtlaufzeiten.

Warenwirtschaft

Handelsprozesse und Prognosen sind auf Datenaktualität sensibel.

SLA-Zusammenhang

Verfügbarkeit und Latenz sind getrennte Vertragsgrößen.

Messbarkeit

Latenz lässt sich selbst messen – ein guter Prüfpunkt beim Anbieter.

Wirtschaftlicher Kontext

Latenz wird genau dann zum wirtschaftlichen Faktor, wenn Entscheidungen automatisch oder im Minutenbereich getroffen werden.

Sekunden / Minuten

Kennzahl für End-to-End-Datenverfügbarkeit.

% Automation

Automatisierte Prozesse sind latenzempfindlicher als manuelle.

€ Reaktionskosten

Langsame Daten erzwingen Puffer und Reserven im Betrieb.

Methodischer Bezug: ECMWF Economic Value.