Nowcasting erklärt
Nowcasting beschreibt die sehr kurzfristige Vorhersage (typischerweise Minuten bis wenige Stunden) auf Basis aktueller Beobachtungen, Radar- und Satellitendaten sowie statistischer oder konvektiver Verfahren.
Was ist Nowcasting?
Grundlage
Kombination aus Echtzeitbeobachtungen, Radar- und Satellitendaten und kurzlaufenden Modellen.
Zeithorizont
Üblicherweise 0–6 Stunden; die Treffsicherheit sinkt mit dem Horizont.
Typische Anwendung
Gewitter-, Böen- und Niederschlagsentwicklung für operative Prozesse.
Grenzen
Nowcasting ersetzt keine mittelfristige Prognose; beide ergänzen sich.
Warum es zählt
Operationsfenster
Kritische Arbeiten lassen sich in echte Wetterfenster legen statt in grobe Tagesprognosen.
Sicherheit
Gewitter, Böen und Blitz lassen sich mit kurzer Vorwarnzeit erkennen.
Disposition
Kurzfristige Umplanung von Personal und Fahrzeugen wird möglich.
Verifikation
Trefferquote und Vorwarnzeit sind getrennt zu bewerten.
Wirtschaftlicher Kontext
Nowcasting ist dort wirtschaftlich am wertvollsten, wo Entscheidungen in Minuten statt Tagen fallen und Fehlentscheidungen teuer sind.
Zusätzliche Vorwarnzeit vor Gewitter oder Böen kann kritische Arbeiten rechtzeitig unterbrechen.
Ein unnötiger Arbeitsstopp kostet Geld – Fehlalarmquote ist eine eigene Kennzahl.
Frühzeitig gesicherte Geräte, Krane oder Flächen können Schäden vermeiden helfen.
Methodischer Bezug: ECMWF Economic Value.