Wissen · Stand 06.10.2026

Nowcasting erklärt

Nowcasting beschreibt die sehr kurzfristige Vorhersage (typischerweise Minuten bis wenige Stunden) auf Basis aktueller Beobachtungen, Radar- und Satellitendaten sowie statistischer oder konvektiver Verfahren.

Was ist Nowcasting?

Grundlage

Kombination aus Echtzeitbeobachtungen, Radar- und Satellitendaten und kurzlaufenden Modellen.

Zeithorizont

Üblicherweise 0–6 Stunden; die Treffsicherheit sinkt mit dem Horizont.

Typische Anwendung

Gewitter-, Böen- und Niederschlagsentwicklung für operative Prozesse.

Grenzen

Nowcasting ersetzt keine mittelfristige Prognose; beide ergänzen sich.

Warum es zählt

Operationsfenster

Kritische Arbeiten lassen sich in echte Wetterfenster legen statt in grobe Tagesprognosen.

Sicherheit

Gewitter, Böen und Blitz lassen sich mit kurzer Vorwarnzeit erkennen.

Disposition

Kurzfristige Umplanung von Personal und Fahrzeugen wird möglich.

Verifikation

Trefferquote und Vorwarnzeit sind getrennt zu bewerten.

Wirtschaftlicher Kontext

Nowcasting ist dort wirtschaftlich am wertvollsten, wo Entscheidungen in Minuten statt Tagen fallen und Fehlentscheidungen teuer sind.

Minuten Vorwarnzeit

Zusätzliche Vorwarnzeit vor Gewitter oder Böen kann kritische Arbeiten rechtzeitig unterbrechen.

€ Fehlalarm

Ein unnötiger Arbeitsstopp kostet Geld – Fehlalarmquote ist eine eigene Kennzahl.

€ vermiedener Schaden

Frühzeitig gesicherte Geräte, Krane oder Flächen können Schäden vermeiden helfen.

Methodischer Bezug: ECMWF Economic Value.