Wissen · Stand 06.10.2026

Post-Processing erklärt

Post-Processing umfasst alle Verfahren, mit denen Rohprognosen nachträglich verbessert werden: Bias-Korrektur, statistische Kalibrierung, Modellmischung oder Machine Learning.

Verfahren

Bias-Korrektur

Systematische Abweichungen werden über Vergleiche mit Beobachtungen reduziert.

Kalibrierung

Statistische Anpassung an Regionen, Höhen oder Anwendungen.

Model-Mixing

Kombination mehrerer Modelle kann robuster sein als ein Modell.

KI-Verfahren

Machine-Learning-Post-Processing ist heute verbreitet – Transparenz variiert.

Warum es zählt

Der große Hebel

Bei gleichem Modell kann gute Nachbearbeitung mehr bringen als Auflösung.

Anbietersache

Viele Anbieter verkaufen post-prozessierte Daten, nicht Rohmodelle.

Transparenz

Nicht jeder Anbieter dokumentiert seine Nachbearbeitung offen.

Validierung

Verbesserungen müssen am Anwendungsfall messbar sein.

Wirtschaftlicher Kontext

Post-Processing ist oft der eigentliche Qualitätsunterschied zwischen Anbietern – und ausdrücklich kein Nachteil, sondern Kernkompetenz.

Bias / MAE

Fehlermaße zeigen, ob Nachbearbeitung tatsächlich verbessert.

€ Prognosewert

Bessere Kalibrierung wirkt direkt auf abgeleitete Entscheidungen.

Blackbox-Risiko

Ohne Dokumentation ist Qualität schwer bewertbar – nachfragen.

Methodischer Bezug: ECMWF Economic Value.