Reanalyse erklärt
Reanalysen sind wichtige historische Datenquellen, aber methodisch etwas anderes als Messungen oder reine Modellprognosen.
Was ist Reanalyse?
Eine Reanalyse verbindet historische Beobachtungen mit einem Wetter-/Klimamodell und Datenassimilation, um eine zeitlich konsistente Rekonstruktion des vergangenen atmosphärischen Zustands zu erzeugen.
Warum Reanalyse wichtig ist
Backtesting
Historische Wetterbedingungen können für Modell- und Geschäftsanalysen genutzt werden.
Zeitreihen
Reanalysen bieten räumlich konsistente Daten über lange Zeiträume.
Referenzdaten
Sie können für Analysen, Modelltraining und klimatologische Auswertungen eingesetzt werden.
ERA5 als Beispiel
ERA5 ist die globale Reanalyse des ECMWF. Sie reicht bis 1940 zurück und wird fortlaufend aktualisiert. Die konkrete Auflösung und Verfügbarkeit hängt vom jeweiligen ERA5-Datensatz ab.
Reanalyse ist nicht gleich Beobachtung
Was Anbieter mit Reanalyse machen können
Reanalyse kann unverändert angeboten, räumlich verarbeitet, statistisch nachbearbeitet, mit Stationsdaten kombiniert oder in andere Produkte integriert werden. Deshalb sollte bei Anbieterangaben die konkrete Produktbeschreibung geprüft werden.
Wirtschaftlicher Nutzen von Reanalyse
Reanalyse ist besonders interessant, wenn lange, konsistente historische Reihen für Modellierung, Risikoanalyse, Backtesting oder Standortbewertungen benötigt werden.
Historische Wetterbedingungen können als Input für Risiko- und Szenarioanalysen dienen.
Bei Standort- und Investitionsentscheidungen können historische Reihen die Vergleichbarkeit von Standorten verbessern.
Reanalyse kann als Referenzdatensatz für bestimmte Modellierungs- und Validierungsaufgaben dienen; die Eignung ist abhängig von Fragestellung und Datensatz.
Wichtig: Reanalyse ist keine direkte Messung und keine Garantie für lokale Genauigkeit. Der wirtschaftliche Wert muss aus der konkreten Anwendung abgeleitet werden.